Ein widerspruchsvolles Fahrzeug bei „Kurbads“

Das Fahrzeug “Fisker Karma” wurde vor mehreren Jahren als ernste Konkurrenz der Gesellschaft „Tesla“ in der Kategorie von Hybridfahrzeugen aufgefasst, doch aus verschiedenen Gründen endete das im völligen Fiasko.

Das Unternehmen „Kurbad“ hat dieses seltene Fahrzeug aus Hilversum in den Niederlanden zur Zentralstelle in Lettland transportiert. 

Henrik Fisker, der Gründer der Gesellschaft „Fisker“, hat sein Projekt mit großem finanziellen Aufwand  begonnen – für die Herstellung des neuen und ambitiösen Hybridfahrzeuges hat er mehr als eine Milliarde US Dollars aus verschiedenen Quellen zusammengetragen, inklusive der 529 Millionen, die er von der Regierung erhalten hat. Das Auto wurde so geplant, dass es alle früheren Rekorde dieser Kategorie zum vernünftigen Preis übertreffen würde.

Im Jahr 2008 wurde als Produktionsstandort Finnland gewählt. Im Jahr 2010 wurde auf der Automobilmesse „Mondial de l’Automobile“ in Paris das erste hergestellte Modell präsentiert. Mitte des Jahres 2011 hat Fisker bekanntgegeben, dass die Zahl der bestellten Fahrzeuge bereits 3000 Einheiten übersteigt. Doch der Herstellungsprozess ging sehr langsam voran – anfänglich fünf Fahrzeuge pro Tag, später steigerte sich die Zahl auf 25. Das Tempo jedoch war viel zu langsam, um den Kunden die Autos rechtzeitig zu liefern.

Auch die Rückrufaktion, in der 239 Fahrzeuge wegen erhöhter Brandgefahr der Batterie zurückgerufen werden mussten, war nicht sehr hilfreich. Es kam noch dazu, dass der Sturm „Sandy“ 12 „Fisker Karma“ im Lager in den USA vernichtet hat.  

Mängel der Endprodukte, verspätete Liefertermine, zurückgerufene Autos, ununterbrochener Wettbewerb mit der Gesellschaft „Tesla“ haben Probleme geschaffen, jedoch der letzte Nagel zum Sarg  war die Pleite des Herstellers von solaren Batterien „Solyndra“, was dazu führte, dass die Regierung der USA die Investitionen zum Projekt einstellte, und infolge mangelnder Mittel wurde der ganze Herstellungsprozess eingestellt. Eine Pleite war nur noch eine Frage der Zeit.

 Einer von Kunden hat gesagt: „Wenn ich von den Problemen und der schlechten Lage der Gesellschaft gewusst hätte, hätte ich nie dieses Auto gekauft.“

Als weitere wesentliche Gründe des Misserfolgs der Gesellschaft ist auch zu erwähnen, dass der Markt von Elektrofahrzeugen sich in den USA sehr schleppend entwickelte, denn es gab wirtschaftliche Probleme, die Autoindustrie hat die Tendenz, sich an bekannte Werte zu halten und die Verbraucher haben Angst, sich als Erste neue, nicht bewährte Technologien anzuschaffen.

Insgesamt wurden 2500 Fahrzeuge „Fisker Karma“ produziert. Fachleute haben berechnet, dass ein Fahrzeug 660 000 US Dollar mit Rücksicht auf die Investitionen gekostet hat.

Der Preis vom Auto für den Verbraucher waren 100 000 US Dollar. 

Das Fahrzeug hat positive Presseäußerungen von Auto-Journalisten erhalten – präzise und leichte Lenkung, gute Dynamik, ausgewogene Gewichtsbalance, Umweltfreundlichkeit – eine Strecke von fast 100 km legte er als reines Elektromobil zurück. Der Moderator von „Top Gear“ James May hat den „Fisker Karma“ als „Auto des Jahres 2012“ und „Luxus-Auto des Jahres 2012“ nominiert.

Ein interessantes Merkmal, das den „Fisker Farma“ von anderen Fahrzeugen unterscheidet, sind die auf dem Dach des Fahrzeuges angebrachten Solarzellen, die beim Aufladen der Batterien helfen.

Der Entwickler der Idee vom „Fisker Karma“ und ihr Umsetzer war der Däne Henrik Fisker, der früher Designer von Fahrzeugen wie den Aston Martin “DB9”, den “V8 Vantage”, den Ford “GT” und den BMW “Z8 Roadster” war.

Das Gewicht des „Fisker Karma“ beträgt 2500 kg, was nicht viel für ein Hybridfahrzeug ist. Die beiden Motoren mit einer Gesamtleistung von 402 PS  sichern eine Beschleunigung von 0-100 km/h in 5.9 Sekunden.

Anfang des Sommers erschien die Meldung, dass die chinesische Gesellschaft “Wanxiang Group” den Autohersteller „Fisker“ gekauft  hat und plant, dem Hybridfahrzeug im Jahr 2016 noch eine Chance unter dem Namen „Elux Karma“ zu geben.